Gedicht/Lied

Kyllburg (Gedicht)

Von Wolfgang Altendorf
Vorgetragen anlässlich der Wiederverleihung der Stadtrechte

Kyllschleife umschließt die Stadt,
gut geschützt in früherer Zeit.
Kloster mit Kreuzgang, Hallenkirche
auf dem Stiftsberg.
Stiftsfreiheit für Verfolgte.
Die Dohlen im Gemäuer –
als sei der Turm
allein für sie gebaut. Mariensäule
schmal auf hohem Punkt
(Kreuzweg der fromm hinaufführt),
des nachts mit Sternenkranz beleuchtet.

Naturpark Hahn, (von „Hain“) und schon
im Mittelalter bestimmt den Bürgern
zur Erholung, im Schutz
von Berg und Burg und Fluß.
Römische Funde schließlich:
castrum Kiliberg.

Im Burgbering, nun Schulgebäude,
nichts spürbar mehr vom Hochgericht,
der Folterkammer in der Burg,
den Burgverließen und den Galgen.
Und nur im Namen „Zwängel“
noch wie Widerhall.

Kyllsandstein früh gebrochen
für Schloß Malberg,
Kloster Himmerod, für Trier
und seine Bauten, den Thermen
den Palästen, vielleicht sogar
der Porta Nigra.

Die milde Luft im Schutz
des Bergrings und zur Kur genutzt.
Nah liegt St.Thomas, ehmals ein
Nonnenkloster, (aufgehoben durch
Napoleon), barock erbaut nach
schlimmer Feuersbrunst.

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