Heimatkalender

Die Wilsecker Linde

Heimatkalender 1997 | S.179 | Von Thea Thömmes, Kyllburg

Die Chronik der Gemeinden Wilsecker-Etteldorf berichtet:

Auf „Konert“, von wo man die herrliche Aussicht auf Kyllburg hat, steht die altehrwürdig „Wilsecker Linde“, ein Wahrzeichen der Gegend. Schon arg vom Zahn der Zeit heimgesucht, wird sie doch noch manches Menschenleben überdauern.

Wahrscheinlich ist sie älter als die Stiftskirche, denn in einer Akte vom Jahre 1533 wird die Linde bereits als Markzeichen aufgeführt. Die erwähnte Akte führt die Grenzen des Hochgerichtes Malberg an.

Wilsecker stand… nicht unter Malberg, die Grenze ging von… der Langmauer bis um die Linde vor St. Maximin (das früher „auf der Linde“ bestehende Heiligenhäuschen), von St. Maximin zur Wiltzer Mauer (von dieser keine Spur mehr zu sehen), von dieser die Kyll entlang bis „Wachenfordt“ (Wachenfort = Wachert) usw.

Im Jahre 1885 wurden von dem Junggesellen Johann Schwinnen (aus Jans Haus) auf der Stelle, wo früher die Kapelle stand, zwei junge Linden gepflanzt.“

Am 1. März 1948 wurde die bekannte 1000jährige, Wilsecker Linde auf Konert durch einen orkanartigen Sturm umgerissen. Ein etwa 1 – 2 m hoher Baumstumpf blieb noch stehen.

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