Gedicht/Lied

Auf dem Hahn in Kyllburg – Gedicht von Franz Rheins

Erschienen im Eifelvereinsblatt, 21. Jahrgang, Nr. 1, Januar 1920, S. 5

Waldes Schatten heilige Stille
Mich umgeben hier im Tal,
Berges Halden, grüne Hülle
Künden einen Gottessaal.

Fern von lautem Stadtgewühle
In die Ferne es mich zieht,
Tannenlaubes frische Kühle
Schnell dem Sonnenbrande flieht.

Keinen Laut hör‘ ich erklingen,
In die Seele dringt ein Klang,
Den die Vöglein niemals bringen —
Schöner leiser Weltensang.

Dr. Franz Rheins, Neuß

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