Chronik 1200 Jahre Kyllburg Kirche

893 Nachweisung zweier Kirchen im Güterverzeichnis der Abtei Prüm

Chronik 1200 Jahre Kyllburg 800-2000 S.30-31

Über die ersten Kirchen in Kyllburg erfahren wir bereits im Jahre 893 aus dem Prümer Güterverzeichnis. Es gibt Nachricht über die Grundherrschaft und erwähnt zwei Kirchen. Im späteren Kommentar zu diesem Güterverzeichnis von Abt Caesarius aus dem Jahre 1222 erfahren wir, dass eine dieser Kirchen „bei Malberg auf dem Berge, der Kileburch heißt“, liegt und eine Mutterkirche sei. Die andere liege „in der villa, die Willesacger“, also Wilsecker heißt. Bemerkenswert ist, dass zur näheren Lagebezeichnung nicht Kyllburg, sondern Malberg herangezogen wird. Ohne Zweifel hat die damalige so genannte Mutterkirche wohl das Patronat des heiligen Maximinus gehabt. Die Stiftskirche auf dem Kyllberg wurde erst über fünfzig Jahre später gebaut.

Die Vermutung liegt nahe, dass diese genannte Kirche an der Stelle der späteren Kyllburger Stadtkirche St. Maximin gestanden hat.

Im Jahre 895 entschied sich der Ostfrankenkönig Arnulf von Kärnten, der in Regensburg residierte, das weitab liegende Lotharingien, im Westen seines Reiches als eigenständiges Reich neu erstehen zu lassen und dies seinem (illegitimen) Sohn Swentibold zu übergeben. Somit hatten die Lande an Maas und Mosel sowie die Eifel wieder einen eigenen König, der Aachen zu seiner Residenz wählte.

Doch der landfremde Regent konnte sich bei den Großen unseres Landes nicht durchsetzen. In einem Gefecht gegen diese fiel der erst 30-jährige König im Maasgau. Seine letzte Ruhestätte fand er im Maaskloster Süstern, das der Abtei Prüm unterstellt war.

Wieder ging die Eigenständigkeit Lotharingiens verloren, und wieder wurde unser Gebiet dem Ostfränkischen Reich angegliedert, wo nun der legitime Sohn Arnulfs von Kärnten, Ludwig IV. das Kind, (899-911) herrschte. Mit seinem Tod im Jahre 911 starb das Karolinger-Geschlecht in Ostfranken aus.

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